Was ist eigentlich...?

Was ist eigentlich… ein Stakeholder?

Was ist eigentlich... ein Stakeholder?

Der Begriff Stakeholder (engl. Anspruchsberechtigter / Interessenseigner) lehnt sich an den etablierten Begriff des Shareholders an.

Während ein Shareholder einen finanziellen Anteil an einem Unternehmen hält, hält ein Stakeholder ein gewisses Interesse an dem Unternehmen. Oder anders gesagt:

Ein Stakeholder ist jeder, der in irgendeiner Weise vom Unternehmen betroffen ist.

Der Begriff etablierte sich in dem Zuge, in dem die Auswirkungen der Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft kontinuierlich zunahmen. Um heute gesellschaftlich akzeptiert zu werden, muss ein Unternehmen immer mehr auf die Bedürfnisse der Stakeholder eingehen. Denn durch moderne Medien und größere Transparenz kann eine Stakeholdergruppe, die sich benachteiligt fühlt, schnell einen Imageschaden auslösen.

Da z. B. für eine Sparkasse die Kommune als Stakeholder eine wichtige Rolle spielt, für eine internationale Bank aber ganz andere Akteure, empfiehlt sich für jedes Unternehmen eine Stakeholder-Analyse. Diese erfasst zunächst alle relevanten Stakeholder und bewertet diese dann u.a. nach Einfluss auf das Unternehmen oder Betroffenheit durch das Unternehmen.

Damit ist eine Stakeholder-Betrachtung auch ein wichtiger Teil des Risikomanagements eines Unternehmens.

Weitergehend hat sich der Begriff Stakeholder-Dialog etabliert. Damit ist die aktive Auseinandersetzung und Kommunikation mit den als relevant identifizierten Stakeholdern gemeint. Durch eine frühe Erkennung von potentiellen Risiken durch eine Gruppe kann ein gegensteuernder Dialog mit dieser aufgebaut werden. Ziel eines solchen Dialoges sollte es immer sein, eine gleichberechtigte Lösung zu finden, statt nur die Unternehmensinteressen zu verfolgen. Schließlich wird eine solche Gruppe als Stakeholder erhalten bleiben und deswegen sollte eine langfristige Win-Win-Situation gefunden werden, die die "kritische Gruppe" im besten Fall sogar als Unterstützer gewinnt.